Das Girokonto ist der zentrale Zahlungsverkehrsknoten Ihres Alltags. Trotzdem prüfen viele Menschen ihre Kondition seit Jahren nicht. Ein systematischer Vergleich lohnt sich – und dauert selten länger als eine Stunde.
Wirklich kostenlos oder Bedingungen?
Viele „kostenlose“ Girokonten setzen einen monatlichen Geldeingang von 500 bis 1.500 Euro voraus. Wer diese Grenze verpasst, zahlt schnell fünf bis zehn Euro monatlich. Prüfen Sie das Kleingedruckte.
Die zweitwichtigste Zahl: der Dispozins
Wer sein Konto gelegentlich überzieht, sollte den Dispozins genauso ernst nehmen wie die Kontoführungsgebühr. Differenzen von fünf Prozentpunkten sind zwischen Instituten üblich – und über wenige Monate spürbar.
Karte und Bargeldversorgung
- Girocard (früher EC-Karte): fast überall in Deutschland akzeptiert.
- Debitkarte von Visa oder Mastercard: international besser einsetzbar.
- Kreditkarte: für Reisen und Onlinehandel oft praktischer.
- Bargeld: Prüfen Sie die Bedingungen an fremden Automaten, insbesondere im Ausland.
App-Qualität und Sicherheit
Eine gute Banking-App ist heute Grundvoraussetzung. Achten Sie auf biometrische Freigaben, klare Übersichten, konfigurierbare Push-Nachrichten und die Möglichkeit, Karten temporär zu sperren.
Kontowechsel: einfacher als gedacht
Seit 2016 gilt der gesetzliche Kontowechselservice. Die neue Bank übernimmt die Umstellung von Lastschriften und Daueraufträgen – gegen eine Bestätigung des Kunden. Der Wechsel dauert typischerweise unter zwei Wochen.
„Ein guter Girokontenvergleich beginnt mit einem ehrlichen Blick auf das eigene Kontoverhalten – nicht mit dem Werbeflyer.“
Was ein „Premium-Konto“ leisten sollte
Wer für ein Konto zahlt, sollte klare Gegenleistungen bekommen: Reiseversicherungen, kostenlose Bargeldabhebungen weltweit, hochwertige Kreditkarten oder Concierge-Services. Blosse Optikaufschläge rechtfertigen keinen Preis.



